Ochsenbilder1

Die „Ochsenbilder“ bilden die Entwicklungsstadien der Erkenntnis im Zen ab. Der Versuch einer (stark verkürzten) Wiedergabe der Essenz über 7 Tage:

1 Die Suche nach dem Ochsen

Der Mensch (Hirte) fühlt sich unzufrieden, leidend, von der Wahren Natur (dem Ochsen) getrennt. Er macht sich rastlos-ängstlich auf die Suche.

2 Die ersten Spuren

Der suchende Mensch entdeckt die Spuren des Gesuchten. Er weiß noch nicht genau, was er sucht, er erahnt es nur – Beginn der Einsicht durch Übung und Studium. Die Zuversicht wird grösser, dass er irgendwann ans Ziel kommt, wenn er dieser Spur folge.


Kein Ochse, kein Mensch

Nun hat der Hirte auch sich selbst vergessen können. Es herrscht nichts als wache Offenheit. Der leere Kreis ist im Zen das Symbol für die Ganzheitserfahrung, die Erleuchtung (satori).

Nun ist der Mensch frei und offen, auf das einzugehen, was der Augenblick bringt. Aller Dualismus ist in der letzten Klarheit aufgelöst, alles ist leer.

In dem Augenblick, wo das Ego auf den Plan tritt, treten auch die Umstände auf. Wenn sich das Ego auflöst, lösen sich auch die Umstände auf. Subjektivität und Objektivität gehen Hand in Hand.

Aller Verblendung ist der Mensch ledig, und auch alle Vorstellungen von Heiligkeit sind verschwunden. Nicht länger braucht er »In-Buddha« zu verweilen, und schnell geht er durch »Nicht-Buddha« hindurch weiter.

#Peter

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"Jeder Mensch ist ein einmaliger Ausdruck des Universums. Er entscheidet mit, wie die Evolution auf unserem Planeten weiter vorangeht." Anna Gamma: "Ruhig im Sturm" (2015)

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